News Nachhaltigkeit 7/18 KW

In einem älteren Artikel habe ich bereits einige Recherchemöglichkeiten für nachhaltige Mode aufgelistet. Nun habe ich eine weitere entdeckt, nämlich The Future Fashion Guide. Nachhaltige Premium Labels und Shops, in denen sie angeboten werden, können in einem auf der Seite befindlichen Label und Store Guide recherchiert werden. Die dort präsentierte Mode zeigt vor allem, dass Eco Fashion längst das verstaubte Image von „Ökoklamotten“ abgelegt hat und trendy ist.

Quelle: facebook The Future Fashion Guide
Quelle: facebook The Future Fashion Guide

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Und mal wieder ein Film. Mit „The True Cost“ kommt weltweit am 29. Mai 2015 ein Dokumentarfilm über Mode und ihre wahren Kosten auf den Markt (Kinos, iTunes, DVD/Blue Ray). Während im Laufe der letzten Jahrzehnte Mode immer billiger wurde, haben sich deren Kosten für die Menschen und Umwelt dramatisch erhöht. Der Film zeigt, wer die wahren Kosten unserer Bekleidung trägt.

The True Cost – Official Trailer from Life Is My Movie Entertainment on Vimeo.

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Vor einiger Zeit gab`s in meinem Blog einen Beitrag zu Pharell Williams und seine Bionic Yarn Aktivitäten. Toll ist schon, dass er damit Plastik aus den Weltmeeren holt und dieses dann zu Garn recycelt. Mit G-Star gewann er einen Partner für die Kollektion Raw for the Oceans aus diesem Material. Nun will auch Adidas den Ozean von Plastik befreien.

Quelle: pixabay
Quelle: pixabay

Plastik ist ein riesiges Problem in den Weltmeeren und mittlerweile wohl auch in heimischen Gewässern. Abertausende Tonnen dieses Zeugs schwimmen in den Ozeanen, lösen sich allmählich in Einzelteile auf und werden von den Tieren mit Nahrung verwechselt. Wenn sie daran nicht verenden, gelangt das Plastik über die Nahrungskette in unsere Mägen. Keine Frage, dass es gut ist, dieses Zeug aus dem Wasser zu holen. Aber einige Gedanken und Monate weiter sehe ich das ganze Projekt doch etwas kritischer. Auch zeit-online fragt diese Woche, ob es wirklich sinnvoll ist und nicht doch ein Greenwashing für die Firmen darstellt. Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, bezweifelt in dem zeit-online-Beitrag ebenfalls die Sinnhaftigkeit dieses Recycling-Verfahrens. Beim Waschen lösen sich die Plastikfasern aus den Textilien und gelangen so als Kleinstpartikel wieder in die Umwelt. Aber solche Mikroplastik wird leichter in der Nahrungskette aufgenommen und ist daher gefährlicher für die Natur und uns alle. Greenpeace sieht das Verfahren als verbesserungsbedürftig, aber ersten Schritt in die richtige Richtung. Zur Befreiung der Ozeane vom Plastikmüll und zur Schaffung eines Bewusstseins bei den Kunden sind die Aktivitäten der Firmen zu begrüssen. Aber letztlich wird es darum gehen müssen, dass das Zeug erst gar nicht in die Umwelt gelangt, Plastik also vermieden wird.

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