Biobaumwolle beim Discounter – mehr Schein als Sein?

Nicht alle „Bio“-Klamotten sind gleich. C&A und H&M bieten mittlerweile Kollektionen aus Biobaumwolle an, allerdings zu den gleichen Preisen wie die „reguläre“ Ware. Wie „Discounterpreise“ möglich sind, beschreibt ein Artikel auf utopia.de. Beide Ketten tun zwar einiges, um Biobaumwolle aus der Nische zu holen, aber billige Kleidung in „Bioqualität“, wenn auch zum Teil mit geringeren Anforderungen an die Nachhaltigkeit, fördern weiterhin den Massenkonsum.

Artikel auf utopia.de: Biobaumwolle zu Discounter-Preisen – mehr Schein als Sein?.

 

 

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4 Gedanken zu “Biobaumwolle beim Discounter – mehr Schein als Sein?

  1. Ich glaube nicht das das wirklich Bioklamotten sind…manchmal sind es ja auch nur die Anteile an so und so viel % Baumwolle in Bio oder so. Und der Punkt an Bio ist ja auch das es nicht gleichzeitig heißt das die Dinge ethisch korrekt hergestellt werden. Auch wenn ich mir echte Bioklamotten nicht wirklich leisten kann versuche ich Stück für Stück nur noch solche Sachen zu kaufen. Oft hilft es auch einfach weniger zu kaufen oder auch gebrauchtes zu tauschen etc. 🙂

    1. Ja, wenn große Ketten an „alternative Trends“ andocken, sollte schon genau hingeschaut werden. Sie tragen ja schon zur Förderung eines Bewusstseins bezüglich ökologischer Produktion etc. bei, wollen andererseits aber Geld machen und können Standards aufgrund ihrer Marktmacht verwässern. Und wenn mehrmals im Jahr eine Biokollektion rauskommt, fördert das nicht unbedingt eine Reduzierung von Fast Fashion. Und auch bei den etablierten Siegeln ist nicht alles Gold was glänzt. Es gibt z.B. zu Fair Trade eine Reihe an kritischen Anmerkungen (tun schon eine Menge Gutes, aber sind durchaus verbesserungsbedürftig). Siegel sind schon eine gute Sache und helfen uns bei der Orientierung. Was mich dabei nur ein wenig stört ist, daß sie an westliche Standards ausgerichtet sind und die Überprüfung oft mit hohem, teuren Aufwand betrieben wird. Wie das Beispiel Projekt Tiffin aus meinem heutigen Nachhaltigkeits-Newsletter zeigt, lohnt es sich zuweilen auch, sich mal in den Länder der sogenannten 3. Welt umzuschauen. Dort gibt es besonders bei den indigenen Völkern noch sehr viel naturnahes Wissen. Da kommt bei mir mal wieder das Ethnologiestudium durch.

      1. Ja es ist wirklich ein größeres Thema nicht so einfach das ganze…und naturnahes Wissen kann uns heute total helfen. Ethnologiestudium! Wow ich bin ein bisserl neidisch 😀

      2. Das Ethonologiestudium ist schon ne Weile her. Da war der Bachelor noch nicht erfunden. Es gab noch den M.A. Beruflich verwerten konnte ich das nicht so dolle. Hat mir persönlich aber sehr viel gebracht, z.B. Perspektivenwechsel und einen anderen Blick auf Vieles.

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