Nachhaltigkeitsnews 18/30 KW

Auch an der Bademode ist der Trend Nachhaltigkeit nicht vorbeigegangen. Aber vielen war bis dato nicht bekannt, dass Bikinis und Badeanzüge auch umweltfreundlich und fair hergestellt werden können. Bevor der Sommer zu Ende geht, stelle ich nun ein paar Labels vor, die ich im Internet gefunden habe.

Quelle: ea.seawear auf facebook
Quelle: ea.seawear auf facebook

Gehäkelte und gestrickte Bikinis habe ich zwar schon häufiger in Onlineshops gesehen. Die waren aber weder schick noch schön. Das ist bei ea.seawear anders. Hier häkeln und stricken auch ältere Strickprofis. Die handgefertigten Teile können sich aber sehen lassen. Die Häkelbikinis werden in Handarbeit von Berliner Seniorinnen angefertigt. Die Strickmodelle wiederum werden im Erzgebirge produziert und in Berlin mit handgearbeiteten Details verziert. Ein schnell trocknendes Garn aus recyltem Material, welches in Zusammenarbeit mit dem Textilinstitut Denkendorf in Baden-Württemberg entwickelt wurde, garantiert die Schwimmtauglichkeit.

Quelle: Frija Omina auf facebook
Quelle: Frija Omina auf facebook

Wer lieber Baumwolle mag, ist bei Frija Omina besser aufgehoben. Die Bikinis (und jetzt auch Badeanzüge) bestehen aus GOTS zertifizierter Bio- Baumwolle mit einem Elastananteil. Das Label fertigt in einer kleinen Manufaktur in Berlin neben Bikinis noch Unterwäsche und Leggings mit ökologischer Unternehmensausrichtung.

Bei Jungle Gurl wird die Swimwear aus altem hawaiischem Rindentuch in Kalifornien hergestellt. Neben Bikinis sind im Shop auch Badeshorts für Männer zu haben.

Derzeit wohl besonders angesagt ist das Label MYMARINI für fair und transparent hergestellte Bademode. Das Label verzichtet bewusst auf recycelte Fasern, da deren Aufarbeitung ökologisch weniger nachhaltig ist als die Produktion der gewählten, aus Italien stammenden Stoffe. Diese werden ohne giftige Chemikalien unter Einsatz einer Technik gefärbt, die den Wasserverbrauch beim Färben halbiert. Die Teile haben allerdings ihren Preis. Jedoch wer ein Swimsuit kauft, hat in der Tat zwei, da die Teile innen/aussen unterschiedliche Farben haben und somit zum Wenden gedacht sind.

Nach dem Lesen eines Artikels auf zeit-online (Nachhaltigkeitsnews 7/18 KW) über das Recyceln von Plastik halte ich aus diesem Material hergestellte Mode mittlerweile für die zweitbeste Lösung. Noch ungelöst ist das Problem des Auswaschens von kleinen Plastikfasern aus diesen Textilien. Weitere Bademoden Labels, die recyceltes Material verwenden sind Odina und patagonia.

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Filmtipp für heute Abend: Dokumentation „Exklusiv im Ersten“ auf der Spur von giftigem Sondermüll in Baumaterial, Das Erste, 27.07.2015 um 21:50 Uhr „Giftmüll für den Wohnungsbau“

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6 Gedanken zu “Nachhaltigkeitsnews 18/30 KW

  1. Interessant. Was mich dabei stört, egal ob jetzt Öko oder nicht – sind die Formen. Wundert mich auch sehr wenn ältere Damen da stricken und häkeln wieso Sie nur Bikinis für Klapperdürre Models machen? Mhhh. Bei JungleGurl gefallen mir die Männershorts, aber auch da sind mir die Sachen für die Damen zu knapp und nicht Bodyfriendly genug. Und die Kosten sind schon auch ziemlich hoch. Frija gefällt mir ganz gut vom Stil her und ich hoffe es wird auch hier nochmal was, außer dem badeanzug für Gr. ab 38 aufwärts geben für uns „Moppelchen“, die trotzdem Bikinis haben wollen. Gut bei Patagonie gibts sogar Ganzkörperanzüge aber die sind alle Schwarz genauf wie die bequemeren Teile. Is echt ne marktlücke hierzulande auch bei den nicht Öko Herstellern, außer Renterbademode, da gibts doch schon einiges. in MYMARINI hab ich mich aber total verliebt. Wunderwunderschön. Dafür würde ich auch sparen. Das hat echt Stil. Vielleicht gibts da ja nächstes jahr auch noch gemusterte Stoffe, die kaschieren besser 😀 Danke für deinen Überblick.

    1. Gern geschehen. Frija und MYMARINI gefallen mir am besten, auch wegen der Materialien. Aber an der Größenauswahl könnten die schon was machen. Nicht alle Frauen haben „laufstegtaugliche“ Figuren und möchten gerne das ein oder andere „Problemzönchen“ kaschieren.

  2. Hat dies auf Wollerausch rebloggt und kommentierte:
    Schaut mal Monika von Fairstricktes hat nach Ökobademode geschaut und auch einiges gefunden, zumindest für die dünnere Dame.

    Was mich dabei stört, egal ob jetzt Öko oder nicht – sind die Formen. Wundert mich auch sehr wenn ältere Damen da stricken und häkeln wieso Sie nur Bikinis für Klapperdürre Models machen? Mhhh. Bei JungleGurl gefallen mir die Männershorts, aber auch da sind mir die Sachen für die Damen zu knapp und nicht Bodyfriendly genug. Und die Kosten sind schon auch ziemlich hoch. Frija gefällt mir ganz gut vom Stil her und ich hoffe es wird auch hier nochmal was, außer dem Badeanzug für Gr. ab 38 aufwärts geben für uns “Moppelchen”, die trotzdem Bikinis haben wollen. Gut bei Patagonie gibts sogar Ganzkörperanzüge aber die sind alle Schwarz – genau wie die bequemeren Teile. Is echt ne Marktlücke hierzulande auch bei den nicht Öko Herstellern, außer Renterbademode, da gibts doch schon einiges. in MYMARINI hab ich mich aber total verliebt. Wunderwunderschön. Dafür würde ich auch sparen. Das hat echt Stil. Vielleicht gibts da ja nächstes jahr auch noch gemusterte Stoffe, die kaschieren besser

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