Konfliktmineralien

Mal wieder etwas zum Thema Nachhaltigkeit. In einem früheren Beitrag hatte ich ja schon erwähnt, dass ich aus persönlichen Gründen zeitlich etwas eingeschränkt bin. Dies wird leider noch bis zum nächsten Jahr dauern. Grund ist eine längerfristige medizinische Therapie. Einen Wochen-Newsletter zum Thema Nachhaltigkeit werde ich wohl bis dahin nicht so oft schaffen. Genug mit dem „Vorspann“ und nun zum eigentlichen Thema.

Autor/Attribution: Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0Autor/Attribution: Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0

Viele Geräte wie Smartphones, Spielekonsolen, Laptops aber auch medizinische Apparate u.a. können Rohstoffe aus Konfliktgebieten enthalten. Die Vereinten Nationen schätzen, dass mehr als 40 Prozent aller Konflikte in den vergangenen 60 Jahren mit dem Abbau und Handel von Rohstoffen in Verbindung stehen. Im März diesen Jahres nun startete die Christliche Initiative Romero ihre dreijährige Kampagne „Stop Mad Mining – For Ethical Mining and Resource Consumption“. Einerseits soll so die europäische Bevölkerung für das Thema sensibilisiert und zu einem nachhaltigen Konsum angeregt, aber auch Druck auf politische EntscheidungsträgerInnen ausgeübt werden. Damit Unternehmen ihren Sorgfaltspflichten zu Menschenrechten und Umweltstandards nachkommen, sollen europäische Politiker verbindliche Richtlinien für Unternehmen einführen. Die Kampagne zeigt bereits Wirkung. So hat sich das Europäische Parlament für eine verbindliche Regelung des Handels mit Konfliktmineralien ausgesprochen. Die Verordnung soll europäische Unternehmen dazu verpflichten, Gold, Zinn, Wolfram und Tantal nicht aus Minen zu beziehen, die mit ihren Gewinnen in Regionen wie der Demokratischen Republik Kongo kriegerische Konflikte finanzieren. Noch in diesem Jahr wird die Verabschiedung dieser einer Konfliktmineralienverordnung erwartet.

Am 19. Oktober 2015 startet im Rahmen der Kampagne bundesweit eine 2. Alternative Rohstoffwoche. In Filmvorführungen, Diskussionsveranstaltungen und Vorlesungen wird das komplexe Thema in Berlin, Münster, Köln und Dresden beleuchtet (hier mehr dazu). Ein Bestandteil dieser Aktionswoche ist auch eine Petition an die deutsche Bundesregierung. Ob die Konfliktmineralien-Verordnung der EU nun verbindlich wird, wird maßgeblich die Position der deutschen Bundesregierung entscheiden. Stimmt sie für eine freiwillige Regelung, könnte einer der ersten Schritte des Wandels zu einem menschen- und umweltgerechteren Rohstoffhandel schon in den Kinderschuhen erstickt werden. Wer mag, kann die Petition hier unterzeichnen.

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