Internationales Monsanto Tribunal in The Hague im Oktober 2016

Wer kennt nicht Monsanto, eben jenen Namen des amerikanischen Konzerns, der von vielen Menschen aus unterschiedlichsten Ländern der Welt  als Symbol für eine umweltzerstörende industrielle Landwirtschaft steht. Neben Gentechnik wird der Konzern auch mit Chemikalien assoziiert. Diese verpesten mehr und mehr die Umwelt und tragen massiv zur globalen Erwärmung bei. Monsanto fördert eine industrielle Landwirtschaft, die zu ausgelaugten Böden, versiegendem Grundwasser und zum Verlust der biologischen Vielfalt führt. Mit dem Verkauf von patentiertem Saatgut hat die Firma die Nahrungssouveränität vieler Länder bedroht und nicht wenige Bauern in den „Ruin getrieben“. Über Vandana Shivas Eintreten für die von Monsanto „geschädigten“ Bauern aus Indien und ihren Kampf um den Erhalt der biologischen Vielfalt in ihrem Land ist ja schon viel berichtet worden. Sie und weitere Umweltaktivisten haben nun eine Initiative gestartet, um vom 12. bis 16. Oktober 2016 in Den Hague ein Tribunal über die Aktivitäten des Konzerns zu veranstalten und ihn zur Verantwortung zu ziehen. Hierzu wurde eine Crowdfunding Aktion gestartet (Aufruf dazu im unten stehenden Vimeo-Film).

Marie-Monique Robin (Deutsch) from Monsanto Tribunal on Vimeo.

Das Tribunal hat den Auftrag, die Fakten der Vorwürfe zu evaluieren und ein Urteil über die von dieser multinationalen Firma verursachten Schäden abzugeben. Das Gericht beruft sich auf die im Jahre 2011 von der UNO verabschiedeten Leitlinien betreffend Menschenrechten und Unternehmen. Damit ein Verbrechen gegen die Umwelt (Ökozid) als Straftat anerkannt wird und die strafrechtliche Verantwortung von schuldhaften natürlichen Personen in die Wege geleitet werden kann, untersucht das Monsanto-Tribunal auch, ob es sich aufdrängt, das internationale Strafrecht unter Berücksichtigung des Rom-Statuts, das den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag schuf und seit 2002 in Kraft ist, zu reformieren. Angesichts der globalen Herausforderung kann nur die Anerkennung des Ökozides als Verbrechen in Zukunft garantieren, dass die Menschenrechte, das Recht auf unversehrte Umwelt und das Recht der Natur geschützt werden (Quelle: http://www.monsanto-tribunald.org/home/warum-das-tribunal/).

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