Regional Food

Mich interessiert ja auch, wie die digitalen Technologien unsere Zukunft verändern werden. So habe ich mich denn auch am vergangenen Freitag auf zur Ceres-Tagung „Digitale Transformation – Zur Zukunft der Gesellschaft“ in der IHK Köln gemacht. Aber was hat das denn alles mit Regional Food zu tun? Dazu nun mehr.

Ceres ist eine interdisziplinäre fakultätsübergreifende Einrichtung an der Uni Köln im Bereich der Gesundheitsforschung. Seit etlicher Zeit nehmen digitale Technologien vermehrt Einfluss auf zentrale Gesellschaftsbereiche und verändern diese grundlegend. Ceres beleuchtet die Folgen dieser Transformationsprozesse, sucht nach Lösungen für dabei auftretende Probleme und erarbeitet Konzepte zur gerechten und guten Gestaltung der Zukunft. Hier nun kommt Valentin Thurn ins Spiel. Seinen Film „The taste of waste“ kennen vermutlich viele. Auf der Tagung gab es am Nachmittag mehrere Foren und Valentin von Thurns Thema im Forum „Digitalisierter Konsum“ waren die digitalen Prosumenten und wie Produktion und Konsum näher zusammenrücken. Im Bereich der Slow Food und Regional-Bewegung spielen ja die neuen Technologien eine nicht unerhebliche Rolle. von Thurn z.B. ist Betreiber der Homepage „The Taste of Heimat“. Zur Förderung des Konsums regionaler Lebensmittel werden dort u.a. Erzeugern, Verarbeitern und Anbietern regionaler Lebensmittel die Möglichkeit geboten, auf der Internet-Plattform ein öffentliches Profil zu erstellen, sich zu vernetzen und sich über Möglichkeiten der Direktvermarktung zu informieren. Am 07.03.2016 wird in Köln dann ein neues Projekt gegründet: der Ernährungsrat Köln. In dem unten stehenden Video wird das Konzept der Ernährungsräte verständlich erläutert.

Während in Deutschland Ernährungsräte erst Wenigen bekannt sind, agieren sie in den USA, Großbritannien und Kanada dagegen bereits seit einiger Zeit als etablierte Gremien. Sie sind ein wichtiger Bestandteil einer globalen Bewegung für eine Agrar- und Ernährungswende. 

Das derzeitige Ernährungssystem schadet Mensch, Tier und Umwelt. Industrielle Tierhaltung, patentiertes Saatgut, Monokulturen und Land Grabbing sind Beispiele für eine an den Interessen großer Konzerne ausgerichtete globale Agrarpolitik. Da wir über die Ernährung mit anderen Teilen der Erde verbunden sind, müssen zur Förderung eines weltweiten alternativen Landwirtschaftsmodells auf regionaler Ebene zukunftsfähige Ernährungsstrategien entwickelt werden. Gerade in den Städten und Kommunen sind die komplexen Zusammenhänge überschaubarer und die Einflussmöglichkeiten größer, um die Nahrungsmittelversorgung sozial gerecht und ökologisch nachhaltig zu gestalten. In vielen Regionen wird das Thema Ernährung jedoch nicht umfassend genug von Politik und Verwaltung angegangen. Ernährungsräte haben Potenzial, diese Lücke zu schließen. Ein erster Ernährungsrat hat sich in Berlin gegründet. Nun folgt Köln. INKOTA koordiniert die Gründung der Ernährungsräte. Außerdem haben sie ein Handbuch zur Gründung von Ernährungsräten erarbeitet („Unser Essen mitgestalten! Ein Handbuch zum Ernährungsrat“). Es kann aber auch als Buch auf der Homepage bestellt werden.

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